100 Jahre alte, metallene Zellentüren aus der JVA Moabit bildeten den Ausgangspunkt für ein Kunstprojekt für und mit Inhaftierten. Im Sinne einer „sozialen Intervention“ wurde ein Prozess in Gang gebracht, der alle Beteiligten, d.h. Gefangene und Angestellte im Geflecht des Justizvollzugs, Entscheidungsträger bei den Behörden sowie freie Träger und potenzielle Arbeitgeber von (Wirtschafts-) Unternehmen, zu Mitwirkenden in einem gestalterischen Vorgang machte. Die teilnehmenden Inhaftierten wurden zu Autoren ihres eigenen Entlassungstrainings, das u.a. die Reintegration in den Arbeitsmarkt zum Ziel hat. Die Künstler, die sich außerhalb der Hierarchien eines Gefängnisses befinden und mit allen Parteien auf gleicher Augenhöhe kommunizieren können, wirken als Katalysatoren dieses Prozesses.

ArtSourceLab / 1001 Türen (A Thousand and One Doors), 2004
Starting point for this project was a group of discarded cell doors from Moabit Prison. ArtSourceLab decided to initiate a project that would set in motion a form of “social intervention” involving all parties as participants in a creative process: inmates and officers inside the prison system, government decision-makersindependent bodies and potential commercial employers. The participating inmates ended up devising their own release training, which among other things aimed a reintegrating them into the job market. ArtSoucrceLab were able to act as catalysts in this process, by virtue of being outside the prison hierarchy and thus able to communicate with all parties on an equal footing.

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